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BIM Safari im Abkürzungsdschungel - Teil 3: BIM Collaboration Format (BCF)

Bau GIS & Infrastruktur

Wir stellen Ihnen in diesem Blogbeitrag das BIM Collaboration Format vor, welches den modellbasierten Austausch von Kommentaren, Anmerkungen und Issues zwischen verschiedenen BIM-Softwarelösungen ermöglicht und so die Zusammenarbeit in BIM-Projekten vereinfacht.  

Was ist BCF?

BCF steht für BIM Collaboration Format. Es handelt sich dabei um ein offenes Dateiformat, das speziell für die Kommunikation und das Mängel-Management in BIM-Projekten entwickelt wurde. BCF ermöglicht es, modellbasierte Kommunikation von Problemen, Fragen oder Anmerkungen zwischen verschiedenen Projektbeteiligten auszutauschen, ohne dass dabei die gesamte Modell-Datei übertragen werden muss.

 

Warum ist BCF wichtig?

BCF ermöglicht es, textbasierte Informationen wie Kommentare, Aufgaben, Fragen oder Anweisungen zu einem spezifischen Punkt im Modell zu erfassen und zu versenden. Diese Informationen können dann in der jeweiligen BIM-Sofware des Empfängers geöffnet und bearbeitet werden. Dadurch wird die Zusammenarbeit erheblich erleichtert, da alle Beteiligten über den gleichen Informationsstand verfügen, ohne dass große Modelldateien ausgetauscht werden müssen.

Eine typische BCF-Datei enthält mehrere Informationen, die für die Kommunikation innerhalb eines BIM-Projekts wichtig sind:

  • Kommentare und Anmerkungen: Textbasierte Informationen, die ein bestimmtes Problem oder eine Frage beschreiben.
  • Screenshots: Visuelle Darstellungen des Problems oder der Fragestellung, oft in Form eines Bildes aus dem BIM-Modell
  • Koordination und Viewpoints: Diese Angaben spezifizieren den genauen Punkt im Modell, auf den sich die Anmerkungen beziehen und erlauben es den Nutzern direkt zu diesem zu navigieren.
  • Status und Priorität: Diese Felder helfen dabei, den Bearbeitungsstand eines Issues sowie seine Dringlichkeit nachzuvollziehen.

Der größte Vorteil von BCF liegt in seiner Einfachheit und Flexibilität. Da BCF unabhängig vom eigentlichten BIM-Modell ist, kann es zwischen verschiedenen Softwarelösungen ausgetauscht werden, ohne dass die vollständigen Modelldaten verschickt werden müssen. Dies reduiziert den Datenaufwand und ermöglicht einen schnellen und präzisen Informationsaustausch.

 

BCF in der Praxis

Ein typisches Szenario für den Einsatz von BCF ist das Mängel-Management während der Modellprüfung. Wenn ein Prüfer ein Problem im Modell entdeckt, kann er dieses direkt in der BIM-Software markieren, einen Kommentar hinzufügen und die entsprechende BCF-Datei erstellen. Diese Datei wird dann an den zuständigen Fachplaner gesendet, der das Problem in seiner Software öffnet, das Modell korrigiert und den Status des Mangels in der BCF-Datei aktualisiert. So bleibt die gesamte Kommunikation transparent und nachvollziehbar.

Mit BCF wird der Kommunikationsdschungel bei BIM deutlich transparenter und leichter navigierbar - ein klarer Vorteil für jedes Projekt.

Dieser Beitrag gehört zu einer Serie. Alle anderen Beiträge finden Sie nach Veröffentlichung hier:

Ihr Ansprechpartner

David Stolle

Customer Success

Chemnitz

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